AGB

1.  Geltungsbereich und Änderung dieser Geschäftsbedingungen
1.1  Für alle Lieferungen vom Weingut, an Käufer (Unternehmer und Verbraucher) sind – falls keine abweichenden Sonderbedingungen  vereinbart  worden  sind,  z.B. bei  Mitwirkung  eines  Weinkommissionärs  -, die  nachstehenden  Bedingungen  maßgebend,  sowie  die  Lieferungs-  und  Zahlungsbedingungen. Die Unwirksamkeit einzelner Bedingungen berührt die Gültigkeit der übrigen nicht. Das gleiche gilt, wenn einzelne Bedingungen nicht Vertragsbestandteil werden. 

1.2  Änderungen dieser Geschäftsbedingungen werden dem Vertragspartner in Textform bekannt gegeben. Sie gelten als genehmigt, wenn der Vertragspartner nicht in Textform Widerspruch erhebt.  Auf diese Folge wird das Weingut bei der Bekanntgabe besonders hinweisen. Der Vertragspartner  muss  den Widerspruch  innerhalb  von  6 Wochen  nach  Bekanntgabe  der  Änderungen  an  das Weingut  absenden.   

2.  Vertragsabschluss
2.1  Das Angebot ist freibleibend. Es richtet sich an die von dem Weingut festgelegten AGB.

2.2  Wenn Verträge mit Unternehmern vorbehaltlich schriftlicher oder fernschriftlicher Bestätigung abgeschlossen werden, ist der Inhalt des Bestätigungsschreibens vom Weingut maßgebend, sofern der Empfänger nicht unverzüglich widerspricht.   

3.  Lieferung
3.1  Für die Lieferung gelten die Lieferungs- und Zahlungsbedingungen vom Weingut. 

3.2  Das Weingut  ist  berechtigt,  die  vertragliche  Leistung  in  Teillieferungen  zu erbringen, wenn dies für den Käufer zumutbar ist. Ist die Lieferung auf Abruf vereinbart, so hat der Käufer innerhalb angemessener Frist abzurufen. 

3.3  Die Lieferung erfolgt baldmöglichst, sofern nicht eine bestimmte Lieferfrist oder ein Liefertermin vereinbart ist.

3.4  Wird die Lieferung durch höhere Gewalt, behördliche Maßnahmen, Betriebsstilllegung, Streik, extreme Witterungsverhältnisse (z. B. Hitze, Hagel, Frost oder Frostgefahr) oder ähnliche Umstände – auch bei Lieferanten vom Weingut – unmöglich oder im Sinne des § 275 Abs.2 BGB übermäßig erschwert, so wird das Weingut für die Dauer der Behinderung und deren Nachwirkung von der Lieferpflicht frei.  Dies berechtigt das Weingut auch,  vom  Vertrage  zurückzutreten,  wenn  und  soweit  ihr  ein  Festhalten am Vertrag  nicht mehr zumutbar  ist.  Im  Falle  der  Nichtbelieferung  oder  ungenügenden  Belieferung  vom Weingut  seitens  ihrer  Vorlieferanten  ist das Weingut  von  ihren  Lieferungsverpflichtungen  gegenüber  Unternehmern  ganz  oder  teilweise  entbunden.  Dies  gilt  nur  dann, wenn sie die erforderlichen Vorkehrungen zur Beschaffung der von ihr benötigten Hilfs- oder Betriebsstoffe getroffen hat und ihre Vorlieferanten sorgfältig ausgewählt hat. Es verpflichtet sich, in diesem Fall ihre Ansprüche gegen den Lieferanten auf Verlangen an den Unternehmer  abzutreten.  In  diesem  Fall bleibt  der  Unternehmer  zur  Gegenleistung  nach  Maßgabe von § 326 Abs. 3 BGB verpflichtet. Das Weingut wird den Unternehmer über den Eintritt  der  o.g.  Ereignisse  und  die  Nichtverfügbarkeit  unverzüglich  unterrichten  und  im  Falle des Rücktritts die Gegenleistungen des Unternehmers unverzüglich erstatten. 

3.5 Transportkostenerhöhungen und Tarifänderungen können von dem Weingut dem Kaufpreis zugeschlagen werden, wenn die Lieferung später als vier Monate nach Vertragsabschluss erfolgt.

3.6 Der Versand – auch innerhalb desselben Versandortes – erfolgt auf Kosten des Käufers, es sei denn, die Ware wird mit Fahrzeugen von dem Weingut befördert. Bei Versand an einen Unternehmer trägt dieser die Gefahr; dies gilt auch bei frachtfreier Lieferung. Das Weingut wählt  die  Versendungsart,  sofern  der  Käufer  keine  besondere  Anweisung erteilt hat. Transportversicherungen schließt das Weingut auf Wunsch des Käufers in dem von ihm gewünschten Umfang auf seine Kosten ab. 

3.7 Bei  Kauf  nach  Probe  gelten  die  vom Weingut  gestellten  Proben  als Warenmuster.  Die  Lieferung  erfolgt  so  lange  der Vorrat  reicht. Sollte ein Jahrgang ausverkauft sein, behalten wir uns vor, einen Folgejahrgang zu liefern. 

3.8 Alle  Lieferungen  erfolgen  an  die  vom  Käufer  angegebene  Adresse.  Fehlt  die  Adressenangabe,  dann  gilt  der  Kaufvertrag  durch  die Lieferung  an  die  Hauptniederlassung  des Käufers als erfüllt. 

3.9 Bei Lieferung von Trauben, Maische, Most oder Fasswein gilt: Der Käufer verpflichtet sich, Fasswein spätestens sechs Wochen nach Abschluss des Kaufvertrages abzunehmen und den Abnahmetermin mindestens zwei Tage vorher anzuzeigen. Der Käufer verpflichtet sich, Trauben, Maische oder Most sofort nach Abschluss des Kaufvertrages abzunehmen. Mit Abschluss des Kaufvertrages erfolgt die Lagerung auf Gefahr des Käufers. Der Verkauf von Fasswein, Trauben, Maische oder Most erfolgt „ab Keller“. Die Füllkosten sowie die Kosten des Aufladens trägt der Käufer. Die in der Auftragsbestätigung über Fasswein angegebene Menge bezieht sich nicht auf das Gebinde (Halbstück, Stück, Fuder, Tank, usw.), sondern auf die bei Abnahme sich ergebende Literzahl.  

4. Verpackung
Bei Lieferung von Flaschenwein wird die Ware in handelsüblicher Weise verpackt. Leihverpackungen sind vom Käufer zu entleeren und unverzüglich in einwandfreiem Zustand zurückzugeben - vom Unternehmer frachtfrei. Sie dürfen nicht mit anderen Waren gefüllt oder anderweitig verwendet werden.  

5. Mängelrügen vom Unternehmer
5.1  Rügen wegen offensichtlich mangelhafter oder offensichtlich abweichender Beschaffenheit der Ware oder wegen Lieferung einer offensicht lich anderen Ware als der bestellten können vom Unternehmer nur unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb einer Woche nach Empfang der Ware bzw. nachdem der Mangel offensichtlich wurde, geltend gemacht werden. Das Weingut haftet für Mängelansprüche gegenüber Unternehmern außer in den Fällen des § 309 Nr.7 Buchst. a und b BGB ein Jahr. 

5.2  Der Unternehmer muss die Ware sofort nach Eingang hinsichtlich Menge, Qualität, Beschaffenheit prüfen und ist verpflichtet, offensichtliche Mängel auf der Empfangsquittung zu vermerken. Im Übrigen gilt im Verhältnis zu Unternehmern § 377 HGB. 

6. Kontrolle der Abrechnung
Von  dem  Weingut  erstellte  Abrechnungen  sind  vom  Unternehmer  unverzüglich  auf ihre Richtigkeit, insbesondere im Hinblick auf den ausgewiesenen Umsatzsteuersatz, zu überprüfen.  Beanstandungen  oder  der  Ausweis  eines  unrichtigen  Umsatzsteuersatzes  sind dem  Weingut  binnen  14  Tagen  ab  Zugang  der  Abrechnung  schriftlich  mitzuteilen. Sollte  das Weingut  binnen  der  14tägigen Frist    keine    Mitteilung    des    Unternehmers  erhalten,  ist  der  von  dem  Weingut  ausgewiesene  Umsatzsteuersatz  maßgeblich. Bei Verletzung der Mitteilungspflicht ist der Unternehmer dem Weingut nach den gesetzlichen Vorschriften zum Schadenersatz verpflichtet.  

7.  Zahlung
7.1  Für die Zahlung gelten die Lieferungs- und Zahlungsbedingungen vom Weingut. 

7.2  Bei Lieferung von Fasswein bzw. Most ist der Kaufpreis bei Abnahme des Weines oder Mostes, jedoch spätestens sechs Wochen nach Abschluss des Kaufvertrages ohne Abzüge, porto- und spesenfrei zu entrichten, sofern bei Mostkäufen keine besonderen Vereinbarungen getroffen werden (z. B. Zahlungen an Martini). 

7.3  Zahlung durch Wechsel ist nur bei ausdrücklicher Vereinbarung gestattet und gilt auch dann nur erfüllungshalber. Diskontspesen und Einzugsspesen gehen zu Lasten des Käufers; sie sind sofort fällig. 

7.4 Bei  Zahlung  durch  Scheck  gilt  nicht  der  Zugang  des  Schecks  bei  dem  Weingut,  sondern  erst  seine  vorbehaltlose  Gutschrift  als Erfüllung. 

7.5  Alle aus der Geschäftsverbindung entstehenden gegenseitigen Forderungen werden in ein Kontokorrentkonto eingestellt, für das die Bestimmungen der §§ 355 ff. HGB  gelten. Die Saldenmitteilungen vom Weingut gelten als Rechnungsabschlüsse. Der Saldo gilt als anerkannt,  wenn  der  Käufer  nicht  innerhalb  von  6  Wochen  nach  Zugang  des  Rechnungsabschlusses  Einwendungen  erhebt. Das Weingut wird  bei  Übersendung  des Rechnungsabschlusses hierauf besonders hinweisen. Gesetzliche Ansprüche bleiben unberührt. 

7.6  Der  Käufer  kann  nur  mit  solchen  Gegenansprüchen  aufrechnen,  die  vom  Weingut  nicht  bestritten  werden  oder  rechtskräftig festgestellt sind. Der Käufer kann ein Zurückhaltungsrecht, das nicht auf demselben Vertragsverhältnis beruht, nicht ausüben.  

Bei Erstbestellung bitten wir um Verständnis, dass wir eine Vorausrechnung zustellen und Vorauskasse verlangen.

8. Leistungsstörungen
8.1  Der Kaufpreis wird ohne Mahnung sofort fällig, wenn der Käufer die Zahlung des Kaufpreises endgültig verweigert. Dieselbe Rechtsfolge tritt ein, wenn der Käufer bei vereinbarten Ratenzahlungen  mit  einem  eine  Rate  übersteigenden  Betrag  in  Verzug  ist  und  wenn  der rückständige Betrag mindestens 10 % des gesamten Kaufpreises ausmacht. Das Weingut kann im Falle der endgültigen Verweigerung des Kaufpreises auch ohne Setzung einer Nachfrist die Erfüllung des Kaufvertrages ablehnen und Ersatz aller entstandenen Kosten, Auslagen sowie Entschädigung für Wertminderung verlangen. 

8.2  Wird der fällige Kaufpreis nach Mahnung nicht sofort bezahlt, so hat der Verbraucher Verzugszinsen von 5 %-Punkten, der Unternehmer Verzugszinsen von 8 %-Punkten über dem jeweils gültigen Basiszinssatz zu zahlen. Das Weingut kann Vorauszahlungen, Teilvorauszahlungen oder Übergabe gegen Barzahlung verlangen. 

8.3  Bei Abnahmeverzug des Käufers kann das Weingut die Ware auf Kosten und Gefahr des Käufers bei sich oder einem Dritten lagern oder in einer ihr geeignet erscheinenden Weise auf Rechnung des Käufers verwerten, ohne dass es hierzu einer Ankündigung bedarf. 

8.4  Das Weingut  kann  die  sofortige  Bezahlung  aller  Forderungen  verlangen  oder von  der  Leistung  einer  Sicherheit  abhängig machen,  wenn  eine  wesentliche  Verschlechterung der Vermögens- oder Einkommensverhältnisse des Käufers oder bei ihm eine erhebliche Vermögensgefährdung eintritt.  

9. Eigentumsvorbehalt
9.1 Die  gelieferte  Ware  bleibt  bis  zur  vollen  Bezahlung  des  Kaufpreises  Eigentum  vom  Weingut. Gegenüber Unternehmern gilt dies auch für alle Forderungen, von dem Weingut  aus  der  Geschäftsverbindung  mit  dem  Käufer  gegen  diesen  hat  oder  künftig erwirbt. Das Weingut ist berechtigt, bei vertragswidrigem Verhalten des Käufers, insbesondere wenn der Käufer mit der Zahlung in Verzug ist, nach angemessener Fristsetzung vom Vertrag zurückzutreten. 

9.2  Wird die Vorbehaltsware mit anderen Weinen untrennbar verschnitten oder vermischt oder mit anderen Waren zu einer neuen Verkaufseinheit verpackt, so erlangt das Weingut Miteigentum an der einheitlichen Sache zu einem Anteil, der dem Wert ihrer Vorbehaltsware im Verhältnis  zu  dem Wert  der  mit  dieser  vermischten Ware  im  Zeitpunkt  des Verschnitts  oder  der  Mischung  oder Verpackung  entspricht. 

9.3 Die Be- und Verarbeitung der Vorbehaltsware durch den Käufer wird stets für das Weingut vorgenommen. Wird die Vorbehaltsware mit anderen, vom Weingut  nicht  gehörenden  Gegenstände  verarbeitet,  so  erwirbt  das Weingut  das  Miteigentum an der neuen Sache im Verhältnis des Wertes der Vorbehaltsware zu den anderen verarbeiteten  Gegenständen zur Zeit der Verarbeitung. 

9.4  Der Käufer hat die dem Weingut gehörenden Waren auf deren Verlangen in angemessenem Umfang gegen die üblichen Risiken auf seine Kosten zu versichern und ihr die Versicherungsansprüche abzutreten. Das Weingut ist auch berechtigt, die Versicherungsprämien zu Lasten des Käufers zu leisten. 

9.5  Der Käufer ist zur Weiterveräußerung der Ware - auch der durch Verschnitt, Vermischung, Ver- oder Bearbeitung hergestellten Ware - nur im Rahmen seines ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes berechtigt. Zu anderen Verfügungen über diese Ware, insbesondere zur Verpfändung oder Sicherungsübereignung, ist er nicht befugt. 

9.6  Der Unternehmer tritt sämtliche Forderungen aus der Weiterveräußerung der Vorbehaltsware schon jetzt an das Weingut ab. Gleiches gilt für sonstige Forderungen, die an die Stelle der Vorbehaltsware treten oder sonst hinsichtlich der Vorbehaltsware entstehen. Im Falle einer Be- und Verarbeitung gilt dies mit der Maßgabe, dass ein erstrangiger Teilbetrag abgetreten wird, der dem Miteigentumsanteil vom Weingut an  der  veräußerten  Ware  entspricht.  Veräußert  der  Unternehmer  Waren,  die  im  Eigentum  oder  Miteigentum  vom  Weingut  stehen, zusammen mit anderen, nicht dem Weingut gehörenden Waren zu einem Gesamtpreis, so tritt der Unternehmer schon jetzt einen dem Anteil der Vorbehaltsware entsprechenden erstrangigen Teilbetrag dieser Gesamtforderung an das Weingut ab. 

9.7 Der Unternehmer ist zur Einziehung der abgetretenen Forderungen aus dem Weiterverkauf ermächtigt. Das Weingut kann diese Einzugsermächtigung jederzeit widerrufen, wenn der Unternehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, Zahlungsverzug  besteht, Insolvenzantrag  gestellt  ist  oder  Zahlungseinstellung  oder  Zwangsvollstreckungsmaßnahmen Dritter vorliegen. Er hat dem Weingut auf  Verlangen  die  Schuldner  der  abgetretenen  Forderungen  zu  benennen,  diesen  die  Abtretung  anzuzeigen  oder  dem  Weingut die  Abtretungsanzeigen  auszuhändigen.  Solange  der  Unternehmer  seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt, wird das Weingut 

die Abtretung  nicht  offen  legen.  Übersteigt  der  realisierbare Wert  der  für  das Weingut  bestehenden  Sicherheiten  die  Forderungen insgesamt um mehr als 10 %, so ist das Weingut auf Verlangen des Unternehmers insoweit zur Freigabe von Sicherungen nach ihrer Wahl verpflichtet.  

9.8   Bei  Zahlung  des  Kaufpreises  im  Scheck-/Wechselverfahren  erlischt  der  Eigentumsvorbehalt erst mit Einlösung des Wechsels durch den Käufer.  

10.  Haftung
10.1  Schadensersatzansprüche  des  Käufers,  gleich  aus  welchem  Rechtsgrund,  insbesondere  wegen  Verletzung  von  Pflichten  aus  dem Schuldverhältnis und aus unerlaubter Handlung, sind ausgeschlossen. 

10.2  Dies gilt nicht, soweit gesetzlich zwingend gehaftet wird, insbesondere in Fällen 

-  der Arglist, des Vorsatzes und der groben Fahrlässigkeit
-  der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit
-  der Übernahme einer Garantie, z. B. für das Vorhandensein einer Eigenschaft
-  der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten oder
-  der Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz. 

10.3  Schadenersatzansprüche  wegen  fahrlässiger  Verletzung  wesentlicher  Vertragspflichten sind auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden beschränkt. 

10.4.  Soweit die Haftung ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung der Angestellten, Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen vom Weingut. 

10.5  Eine  Änderung  der  Beweislast  zum  Nachteil  des  Vertragspartners  ist  mit  den  vorstehenden Regelungen nicht verbunden.  

11.  Erfüllungsort, anwendbares Recht
11.1  Die  Geschäftsräume  vom Weingut  sind  für  beide  Teile  Erfüllungsort, wenn  der Käufer Kaufmann ist, oder es sich bei ihm um eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt oder sich sein Wohnsitz außerhalb der Bundesrepublik befindet. 

11.2  Das am Erfüllungsort geltende Recht ist maßgebend für alle Rechtsbeziehungen zwischen dem Käufer, der Unternehmer ist und dem Weingut, und zwar auch dann, wenn der Rechtsstreit im Ausland geführt wird.  

12.  Gerichtsstand
Ist der Kunde Kaufmann oder handelt es sich bei ihm um eine juristische Person des öffentlichen  Rechts  oder  ein  öffentlich-rechtliches Sondervermögen,    so    kann    das Weingut  am  Gerichtsstand  des  Erfüllungsortes  klagen  und  nur  an  diesem  Gerichtsstand  verklagt werden. Beauftragt das Weingut mit der Geltendmachung ihrer Ansprüche die Treuhand-  oder  Inkassostelle,  so  kann  diese  unter  den  vorgenannten  Voraussetzungen  auch  an  ihrem  allgemeinen  Gerichtsstand  klagen.  Das  Weingut oder die Inkassostelle können Klagen nach ihrer Wahl beim Amtsgericht erheben, auch wenn wegen der Höhe des Streitwertes das Landgericht zuständig wäre.

Lieferungs- und Zahlungsbedingungen
Lieferungs- und Zahlungsbedingungen einschließlich der Informationen bei Fernabsatzgeschäften

1.  Firma, Anschrift, Vertretungsberechtigter
Sie schließen Ihre Verträge über unsere Produkte ab mit:

Weingut Karl Karle
Am Krebsbach 3
79241 Ihringen am Kaiserstuhl  (Deutschland)
Telefon: 07668 5050 Fax 07668 9250
Email: info@weingut-karl-karle.de
Internet: weingut-karl-karle.de  
Handelsregister: Amtsgericht Freiburg HRB 703682
Vertretungsberechtigter: Thomas Wihler, Geschäftsführer

2.  Eigenschaften der Ware
Die Beschaffenheit unserer Produkte entnehmen Sie bitte den vorstehenden Produktbeschreibungen.

3.  Zustandekommen des Vertrages, Liefervorbehalte, Gültigkeitsdauer der Angebote
Der Vertrag kommt mit Auftragsbestätigung oder Übersendung der Ware durch uns zustande. Das Weingut ist berechtigt, die vertragliche Leistung in Teillieferungen zu erbringen, wenn dies für den Käufer zumutbar ist. Ist die Lieferung auf Abruf vereinbart, so hat der Käufer innerhalb angemessener Frist abzurufen. Die Lieferung erfolgt so lange der Vorrat reicht. Sollte ein Jahrgang ausverkauft sein, behalten wir uns vor, einen Folgejahrgang zu liefern. Mit Erscheinen einer neuen Preisliste verlieren alle vorangegangenen Preislisten ihre Gültigkeit.

4. Preise, Liefer- und Versandkosten, Kosten für Fernkommunikationsmittel
Die Preise entnehmen Sie bitte unserer vorstehenden Produktbeschreibung. Sie verstehen sich einschließlich Umsatzsteuer. Die Lieferung erfolgt, sofern nicht anders vereinbart, in 1 l- Flaschen bzw. in 0,75 l-Flaschen in Kartons mit sechs Flaschen ohne Aufpreis. Die Lieferung in anderen Flaschengrößen (z. B. 0,25 l, 0,375 l, 0,5 l), werden in den angegebenen Verpackungseinheiten ebenfalls ohne Aufpreis geliefert. Sonderverpackungen  erfolgen  auf Wunsch  des  Käufers  und  gegen  Berechnung  der  Mehrkosten.  Die  Mindestabnahme  beträgt  eine Verpackungseinheit. Die Lieferung  erfolgt durch eigene Lkw oder Spedition. Bei Lieferung durch Spedition, Bahn oder Post werden Versandkartons, Versandkosten und Gebühren zum Selbstkostenpreis berechnet. Bei Lieferung mit Fahrzeugen vom Weingut werden die oben genannten Frachtsätze  berechnet: Ab 60 Flaschen, liefern wir frei Haus. Für die Nutzung von Fernkommunikationsmitteln entstehen Kosten in Höhe des Tarifs Ihres Telekommunikationsanbieters. Eine Service-Hotline wird durch uns nicht angeboten.

5. Lieferung, Erfüllung, Zahlung
Wenn der Kunde Unternehmer ist, erfolgt die Lieferung auf Gefahr und Rechnung des Kunden. Wenn der Kunde Verbraucher ist, erfolgt die Lieferung  auf  Rechnung  des  Kunden.  Bis  zur  vollständigen  Bezahlung  des  Kaufpreises  bleibt  die  gelieferte Ware  unser  Eigentum. Die Zahlung hat, falls nicht anders vereinbart, ohne jeden Abzug unverzüglich nach Rechnungserhalt zu erfolgen.

Unsere Bankverbindung:
Sparkasse Staufen Breisach
BLZ 680 523 28  Konto Nr. 6007 785
IBAN:  DE03680523280006007785  SOLADES 1 STF.   

Wird der fällige Kaufpreis nach Mahnung nicht sofort bezahlt, so hat vom Tag des Eingangs der Mahnung der Verbraucher Verzugszinsen in Höhe von 5 %-Punkten, der Unternehmer Verzugszinsen in Höhe von  8 %-Punkten über dem jeweils gültigen Basiszinssatz zu zahlen. Das Weingut kann Vorauszahlungen, Teilvorauszahlungen oder Barzahlung bei Übergabe verlangen.

6.  Gewährleistung
Sollten die von uns gelieferten Produkte offensichtliche Mängel aufweisen, wozu auch Transportschäden zählen, so reklamieren Sie bitte solche Fehler uns gegenüber sofort. Die Versäumung dieser Rüge hat allerdings für Ihre gesetzlichen Ansprüche, wenn Sie Verbraucher sind, keine Konsequenzen. Für alle während der gesetzlichen Gewährleistungsfrist auftretenden Mängel der Kaufsache gelten nach Ihrer Wahl die gesetzlichen Ansprüche auf Nacherfüllung, auf Mangelbeseitigung/Neulieferung sowie – bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen – die weitergehenden Ansprüche auf Minderung oder Rücktritt sowie daneben auf Schadenersatz, einschließlich des Ersatzes des Schadens statt der Erfüllung sowie des Ersatzes Ihrer vergeblichen Aufwendungen. Das Weingut haftet für Mängelansprüche gegenüber Unternehmen  nur  ein  Jahr.  Weinsteinausscheidung  ist  eine  natürliche  Reaktion  des  Weines und berechtigt nicht zu Beanstandungen.

7.  Einbeziehung von AGB
Allen Angeboten, Verträgen, Lieferungen und sonstigen Leistungen liegen ergänzend unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Weingüter zugrunde. Sie können diese jederzeit bei uns anfordern oder in unseren Geschäftsräumen einsehen.

8.  Widerrufsbelehrung für Verbraucher

WIDERRUFSBELEHRUNG WIDERRUFSRECHT

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der nicht der Beförderer ist, die letzte Ware in Besitz genommen haben bzw. hat.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Weingut Karl Karle GmbH, Am Krebsbach 3, 79241 Ihringen, Telefon: 07668 5050, Fax: 07668 9250, E-Mail: info@weingut-karl-karle.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z.B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

FOLGEN DES WIDERRUFS 

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene, günstigste Standardlieferung gewählt haben), unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet. Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere Zeitpunkt ist.

Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem Sie uns über den Widerruf dieses Vertrags unterrichten, an uns zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von vierzehn Tagen absenden. Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren. Sie müssen für einen etwaigen Wertverlust der Waren nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Waren nicht notwendigen Umgang mit ihnen zurückzuführen ist.

ENDE DER WIDERRUFSBELEHRUNG

 

Muster-Widerrufsformular

Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.

An Weingut Karl Karle GmbH
Am Krebsbach 3
79241 Ihringen
Fax: 07668 9250, E-Mail: info@weingut-karl-karle.de

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren(*)/die Erbringung der folgenden Dienstleistung(*)

……………………………………………………………..

bestellt am (*)……………/erhalten am (*)………………:

Name des/der Verbraucher(s):……………………………………

Anschrift des/der Verbraucher(s):…………………………………

Unterschrift des/der Verbraucher(s):………………………………

Datum:…………………

 (*) Unzutreffendes streichen.

9.  Hinweis zum Jugendschutz
Gemäß dem Jugendschutzgesetz geben wir keinen Wein an Jugendliche unter 16 Jahren ab. Branntweine werden nicht an Jugendliche unter 18 Jahren abgeben. Der Käufer bestätigt mit Abgabe der Bestellung, dass er das erforderliche Lebensalter nach dem Jugendschutzgesetz aufweist. 

10.  Salvatorische Klausel
Sollte eine Klausel dieser Bedingungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bedingungen unberührt.

Online-Streitbeilegung
Online-Streitbeilegung gemäß Art. 14 Abs. 1 ODR-VO
Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die Sie unter ec.europa.eu/consumers/odr finden.

Die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle ist:

Allgemeine Verbraucherschlichtungsstelle des Zentrums für Schlichtung e.V.
Straßburger Straße 8
77694 Kehl am Rhein
Webseite: www.verbraucher-schlichter.de

Wir erklären allerdings, zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren weder bereit noch verpflichtet zu sein.